VERGESSENE KÜNSTLERINNEN

Die Gastaustellung "und jetzt: Künstlerinnen aus der DDR" im Künstlerhaus
Bethanien/Berlin

cornelia schleime


Ich bin zum ersten Mal im Bethanien. Witzig, hab ich doch vor einigen Jahren nur einen Steinwurf entfernt gewohnt. Aber so ist es halt manchmal. Ich tappe an einem Samstagnachmittag duch das eisige, verschneite Berlin, stehe dann erst mal etwas ratlos auf dem grossen Mariannenplatz - wo ist das Bethanien? Nach einigen Irrungen und Wirrungen zeigt ein Franzose auf ein grosses Gebäude auf der anderen Seite. Ah, ja - danke.

Drinnen ist es warm und eigentlich garnicht so, wie ich es erwartet hatte. Eigentlich hatte ich zwar nichts erwartet, aber trotzdem bestimmt keinen Vorraum, der einer Kirche gleicht. Mit Holzbalken, einer Art Empore, alles sieht irgendwie sehr alt aus. Im ersten Stock dann die Ausstellung: Hauptraum und obere Empore. Ein Mix aus Fotografie, Malerei und Film. Werke, die sowohl zu DDR-Zeiten und damit unter „sozialistischen Produktionsbedingungen“ entstanden, wie auch Werke aus der Nachwendezeit, die sich aber trotzdem immer mit dem alten Heimatland, rückblickend&reflektierend, befassen. Es gibt witziges zu sehen, es gibt ernstes - viel Ironie. V.a. mit Blick auf die Stasi, der die Künstlerinnen als "Systemfeinde" ständig ausgesetzt waren.
Beim Eintreten in den Hauptraum fallen einem sofort die Arbeiten von Tina Bara (*1962) auf, deren Fotos die komplette Stirnseite einnehmen. In zahlreichen Fotografien mimt sie die Marilyn: mal imitiert sie sie in frühen Aufnahmen in schwarz-weiss am Strand, mal stellt Bara das berühmte "The last sitting" nach. Teilweise verwirren den Betrachter die Aufnahmen: kennt man doch eigentlich die schöne Marilyn in den Posen.

tina bara, "marilyn". bethanien.de


Eine weitere Künsterlin, die mir sehr in Erinnerung blieb, ist Cornelia Schleime (*1953). Sie zeigt bei der Ausstellung gleich zwei interessante Werke: Als Künstlerin in der DDR von der Stasi ständig beobachtet&überwacht, hat sie nach der Wende die über sie angefertigten Überwachungsprotokolle mit viel Ironie "bebildert" - heraus kam "Die Stasiserie". Dadurch zieht sie nicht nur die Stasiakten selbst, sondern den ganzen Stasi-apparat quasi ins Lächerliche. Eine Arbeit, bei der man manchmal nicht weiss, ob man auf Grund des damaligen Überwachungsapparates eher schmunzeln oder den Kopf schütteln sollte.
Das 2.Werk von Cornelia Schleime ist ein ganz anderes: eine Malerei. Ein Bild aus der 9-teiligen Serie "Die Nonnen". Übergross&faszinierend blickt das Nonnenportait dem Betrachter in die Augen. Verblüffend dabei ist: die Nonne ist keine alte, faltige Frau - so wie man sich eben eine Nonne vorstellt - sondern sie ist jung&hübsch, mit roten Lippen und einem auffordernden Blick. Automatisch kommt die Frage auf: ist diese junge Frau wirklich eine Nonne? Was hat sie dazu bewogen, einem Kloster beizutreten? Es wird dem Betrachter überlassen, eine - seine - Antwort zu finden.


Zu DDR-Zeiten gehörten diese Künsterlinnen zur Randgruppe und wurden von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen.
Daran hat sich bis heute leider nicht viel geändert.


"und jetzt. Künstlerinnen aus der DDR" im Bethanien

WINTER AM PLÖTZENSEE

Berlin Wedding, ein idyllischer See, umgeben von Wald & Natur.
Vor über 60 Jahren fanden hier einige der grössten Grausamkeiten statt.

privat


heute war ich am plötzensee. der plötzsensee liegt bei mir um die ecke.
ich kenne ihn vom sommer. man kann dort schwimmen. wahnsinnig viele leute strömen im sommer dorthin, beladen mit luftmatratzen, handtüchern und sonnencreme. wer nicht im strandbad schwimmen mag, kann sich ein tretboot ausleihen und seine bahnen seeauf-seeab ziehen. der plötzensee ist eines dieser seebäder, versteckt im wald, bei dem man glaubt, die zeit wäre stehen geblieben - man könnte sich in dem 30er jahre anmutenden haupthaus eine kleine gemischte tüte für 10 pfennig kaufen, könnte waldmeisterbrause aus der hand schlecken.
es ist dort immer wahnsinnig voll - und bunt - und laut.

heute war der plötzensee ein anderer. kein kindergeschrei, kein lautes lachen, kein wasserplatschen oder tretbootfahren. heute lag ein weisser mantel über allem und bedeckte alles. jeden ton, jedes geräusch.
ich lief am plötzensee entlang und als ich wieder nach hause wollte, ärgerte ich mich fürchterlich, dass ich einen riesigen umweg gehen musste. denn der direkte weg zurück zur strasse war versperrt - durch einen zaun. im sommer fällt einem dieser zaun nicht auf; dann ist alles grün und blüht und er liegt versteckt hinter büschen. aber im winter, da bemerkt man ihn. ich laufe also diesen grossen umweg um den zaun und frage mich währenddessen ununterbrochen, was eigentlich so tolles da liegen mag, das von einem zaun geschützt, ja, sogar komplett eingeschlossen werden muss. auf den ersten blick erkennt man nichts.
aber plötzlich entdecke ich zwischen all dem weiss etwas, das ausschaut wie ein kleiner flacher grabstein - und da, nebenan, noch einer. kriegsgräber?

und dann fällt mir plötzlich ein, woher der plötzensee seinen "zweifelhaften ruhm" hat: hier wurden zur ns-zeit politisch andersdenkende hingerichtet. ist das also ihr "friedhof"?
immer mehr steine tauchen auf, doch nirgendwo ein hinweis, kein schild, keine tafel. dann sehe ich im zaun eine kleine tür - sie steht offen. ich gehe näher ran. darf man hier wirklich rein? und was ist das überhaupt? ich bin unschlüssig. und ganz allein.
ich gehe durch das tor - vor mir eine allee aus bäumen. rechts und links vom weg tauchen grosse, quadratische steinplatten auf. ich nähere mich der ersten vorsichtig, wische den schnee weg. bestimmt 100 namen mit geburts- und todesdatum in kleinen, messingfarbenen buchstaben und "in der reihe 2 der abteilung p ruhen". ich hebe den kopf und blicke auf eine lange, etwa 1m schmale mit efeu zugewachsene reihe - reihe p, sagt ein kleines schild. ich stehe auf, blicke mich um: alles reihen, alles steinplatten, die den namen der toten tragen. man hat sich nicht einmal die mühe gemacht, sie einzeln zu beerdigen - sie wurden einfach in grosse lange schächte geworfen, so sieht es zumindest aus.

es sind wahrscheinlich kriegsgräber, finde ich später heraus. hunderte, vielleicht sogar tausende toter körper liegen hier unter der erde - nur wenig entfernt vom strandbad. dem mit dem lachen, der waldmeisterbrause, den luftmatratzen und den tretbooten - im sommer.

ROLAND MOURET - RAINBOW DRESSES

Exclusiv für http://www.net-a-porter.com/ hat Roland Mouret eine Minikollektion entworfen.
Inspiration für die Kleider: ein Regenbogen


www.net-a-porter.com

THE 80S ARE OVER - DECADE HOPPING

Die 80er sind vorbei. Kalendarisch gesehen und auch bald modetechnisch.
Keine Schulterpolster mehr, weg mit den Nieten. Doch was kommt dann?


style.com



Modetechnisch wird es immr schwieriger, kommende Trends vorauszusagen. Zu viele Faktoren spielen inzwischen eine Rolle. Modeblogger und Streetstyle-Fotografie haben die Modebranche verändert, verschnellert. Trendscouts gibt es im klassischen Sinne nicht mehr - oder, anders gesagt: jeder kann heute Modescout spielen.
Dabei ist ein witziges Zusammenspiel zu beobachten: ein Designer entwirft eine Kollektion, erhält grosse Ressonanz, Ketten wie H&M oder Zara kopieren innerhalb kürzester Zeit diese Looks, rasend schnell werden sie verbreitet, auf der Strasse getragen, gemischt mit anderen Marken und Vintage Stücken versuchen einige daraufhin aus der Masse hervorszustechen, der Look entwickelt eine eigene Dynamik, sie werden von Streetstylefotografen entdeckz, die das ganz dann in ihren Blogs posten. Diese Blogs werden systematisch von Designer durchforstet, auf der Suche nach Inspiration für ihre neue Kollektion - der Kreis schliesst sich.

Dies setzt eine unglaubliche Schnelligkeit frei. Immer rasanter müssen neue Trends her, jede Saison ein neuer Look, durch die einzelnen Jahrzehnte wird nur noch gerast.

Nach den 80ern nun wieder - die 70er.

Eine wunderbare Strecke gibt es dazu auf style.com . Nach den "aggressiven 80ern" wird es nun wieder verspielter, romantischer, trotzdem bleibt der Look clean, wird nicht überladen. Orientiert wird sich nicht an den frühen 70ern, die noch sehr vom Hippie-Look dominiert waren, vielmehr liegt der Augenmerk auf den Jahen 1974-76.

DONNA KARAN S/S 10


style.com

Lange schon ein heimlicher Fan von DONNA KARAN, hat sie auch in dieser Saison wieder gezeigt, wie man unaufgeregt-chice, aber trotzdem sportliche Mode entwerfen kann.
Alles, was die moderne New Yorkerin so zum anziehen braucht, findet man in dieser Kollektion:
gut geschnittene Businessanzüge & Etuikleider für den Job-Alltag, Pencil-Skirts und drapierte Oberteile für die After Hour, lange Kleider im Walle-Walle Lagenlook für die Party danach.
Donna Karan schafft mit dieser Kollektion wieder einmal den Zwist, die Trägerin trotz zarter Chiffon-Stoffe und Puderfarben stark&selbstbewusst wirken zu lassen.

Ein besonderes Highlight: die Farben. Die Palette reicht von zartem Weiss über verschiedene Grau-Töne, Nude-Farben bis hin zu einem knalligen Rot.
Das Make -Up: ein weisser Lidstich, der über das Auge hinaus reicht.

DIANE VON FURSTENBURG S/S10



celebritycity.com

Überrascht hat DIANE VON FURSTENBERG uns auch diesmal nicht. Solide Outfits, ihre markanten Prints, Safari trifft Bohemian Chic, Blumenschmuck im Haar, goldene Schühchen an den Füsschen.
Nicht überraschend, aber überraschen muss uns die Grand Dame der Wickelkleider ja auch nicht mehr.

NEW YORK FASHON WEEK IS HERE AGAIN



Vom 10.Sept bis zum 17.Sept heisst es wieder in New York: it's FASHION WEEK!
Dieses Mal übrigens zum letzten Mal in den Zelten am Bryant Park - ab Februar 2010 gibts ne neue Location in Downtown Manhattan.


Der Schedule verrät: kaum junge&neue Designer. Stattdessen die alten Hasen (Oscar de la Renta, Diane v. Fuerstenberg), die üblichen Verdächtigen (Vera Wang, Marc Jacobs) und die Youngsters (Alexander Wang, Rodarte).
Spannend sein dürften besonders folgende Designer:

Freitag, 11. September
Preen by Thornton Bregazzi
Jason Wu
Erin Wasson x RVCA

Samstag, 12. September
Alexander Wang

Montag, 14. September
Donna Karan Collection
Marc Jacobs

Dienstag, 15. September
Rodarte
Marc by Marc Jacobs
Narciso Rodriguez

Mittwoch, 16. September
3.1 Phillip Lim
Proenza Schouler

EDWARD B GORDON




1-4 I A PAINTING A DAY edwardbgordon.blogspot.com
5I GUTTENBERG für CICERO http://www.gordon.de/

A PAINTING A DAY - so nennt der Blog von EDWARD B GORDON. Und daran hält er sich auch. Jeden Tag ein Bild. 15x15cm gross, Ölfarbe auf MDF Platte. Inzwischen sind so über 1000 Bilder entstanden. Jedes wird versteigert, Mindestgebot 150 Euro. Wenig Geld für ein Stück Kunst.
Denn Gordon's Bilder sind nicht nur einfache Abbildungen des täglichen Lebens, sie sind ein Stück Zeitgeschichte. Er zeigt Lieblingsorte in Berlin Mitte, wo er lebt&arbeitet, Freunde& Fremde, Alltägliches und Ungewöhnliches. Berlin in seinen schönsten Farben, selbst wenn es regnet. Alles fliesst, alles ist lebendig. Die Farben leuchten. Man taucht ein in seine Bilder, wird Teil der dargestellten Szene. Auch Jahre später wird einen diesen Zauber noch einfangen. Diese Momente, diese Orte, diese Menschen - Berlin im neuen Jahrtausend.


Edward B.Gordon wurde 1966 in Hannover geboren und lebt heute als freischaffender Maler in Berlin Mitte. Neben der Serie A PAINTING A DAY arbeitet er für verschiedene Zeitungen und Auftraggeber.



HOMEPAGE
A PAINTING A DAY - Der Blog:
http://edwardbgordon.blogspot.com/

MIT MITTELSCHEITEL BACK IN FASHION

Sie scheint im Moment alles zu haben, was in der Modewelt wichtig ist:
tolle Klamotten (Alaïa&Lanvin), einen Job um den viele sie beneiden dürften (Fashion Editor bei der L'Uomo Vogue), einen bemerkenswerten Boyfriend (Vladimir Restoin Roitfeld, Sohn von Vogue Paris Chefin Carine Roitfeld) und einen Trademark Haarlook: Gretchen Frisur mit Mittelscheitel:

GIOVANNA BATTAGLIA

29 Jahre. Cool, selbstbewusst und edgy - verträumt&mädchenhaft. Carine Roitfeld trifft Audrey Tatou. Und der schönste Mittelscheitel seit ROMY SCHNEIDER.
I LIKE.




“Getting dressed, feeling good about yourself then forgetting about it and living the life, living the day.” -Elizabeth Burns


photos I stylelikeu.com

Man muss keine Angst vorm Altern haben.
Falten müssen nicht hässlich sein.
Man kann auch in Würde älter werden. Schönheits-Ops sind was für andere.


Das beweist sehr sehr eindrucksvoll ELZABETH BURNS. In einem Video der Seite STYLELKEU (http://stylelikeu.com/) zeigt die 80 (!) jährige Innendesignerin ihre Lieblingsoutfits, ihre Schmucksammlung und gibt nebenbei Lebens- und Stilweisheiten preis, die man schöner&klüger in keinem Stilratgeber finden würde.
Eine wahre Lady. Grande Dame! und Chapeau!


Mehr Bilder sowie das zugehörige VIDEO von STYLELIKEU gibts hier:
http://stylelikeu.com/closets/elizabeth-burns/

VIER magazin



Gestern bei mir im Briefkasten gelandet: die neueste Ausgabe der VIER, dem Hochschulmagazin der HOCHSCHULE DER KÜNSTE BREMEN.
Thema: Beziehungen.
Das Innenheft mit fast 70 Seiten erzählt u.a. von ART, MUSIC, CAMPUS & CROSSOVER. Viele Bilder, schönes Layout. Simpel aber effektvoll gestaltet.
Dazu ein Extra Heft mit Texten über Beziehungen.


Format:26x20,5cm
Klammerbindung
Sommer 2009

DEAR GRACE



LIEBE GRACE
es tut mir leid. Ich habe dich unterschätzt. Habe über dich gelacht - du, in deinen Birkenstock &mit dem furchtbaren Haar. FASHION EDITOR bei der amerikanischen Vogue?!? Pfff, dass ich nicht lache. Konnte nicht verstehen, wie jemand wie du bei jeder Fashion Show in der Front Row sitzt.
Jetzt weiss ich, warum.
Verzeih mir!


http://www.youtube.com/watch?v=moAc_ZtAKE4&feature=related

ICH WÜRDE GERNE IN EINEM FRANZÖSISCHEN FILM LEBEN

Ein Film. Vielleicht ein Teenie Film. Vielleicht etwas zu oberflächlich - vielleicht zu klischee-haft.
Die Jungs supercool - die Mädels très chic-edgy. Die Klamotten mindestens genauso lässig wie die Teens selbst. Die Musik? Le rock, mon dieu!
Wasserbootfahren bei Nacht auf der Seine, Spaziergänge vorm Eiffelturm - schon 1000mal gesehen.

Die Story? Schnell erzählt: die 15-jährige Lola (genannt LOL) kämpft sich durch ihr Teenager Leben - mit allem, was zu einer 15-jährigen eben dazu gehört: Streit mit der Mutter, erste Liebe, Parties, Schule, Drogen.
Nichts neues - aber gute Schauspieler (SOPHIE MARCEAU spielt la mère) und unschlagbar gute MUSIK (ROLLING STONES) machen den Film zu etwas besonderem und man fragt sich, warum man selber in einem kleinen Dorf in Deutschland aufwachsen musste. Anstatt in Paris. Mit all den coolen Jungs und den Mädels, très chic-edgy...und erst die Musik, mon dieu!


SO WERDEN KARRIEREN GEMACHT PT II


http://jezebel.com/5329042//gallery/?selectedImage=1


Auch eine ANNA WINTOUR wurde nicht als Chefredakteurin geboren (Auszug, "NEW YORK MAGAZINE", 1981)

"Anna Wintour: The Early Years
In the summer of 1981, a young British stylist who'd worked at Harper's Bazaar and Savvy landed at New York Magazine. Her job was fashion editor; her name was Anna Wintour. Peep that staff portrait!
In addition to mentioning that Wintour arrived at the magazine with her own desk, New York also notes that in the fortnight their new editor has been on the job, she hasn't appeared in the same outfit twice."

Einige ihrer ersten Modestrecken & die darauffolgenden Reaktionen hier.
http://jezebel.com/5329042//gallery/?selectedImage=1


DEVIL OR NOT

Ob ihr jemand die Texte auf den dünnen Leib schneidert, oder ob sie wirklich so ironsch, witzig&charmant sein kann, wissen wir nicht. Auffällig ist nur, dass ANNA WINTOUR - entgegen dem gängigen Vorurteil - in Interviews so garnichts vom dem eiskalten, fiesen TEUFEL hat, was die VOGUE Chefin am Montag abend bei Talkmaster DAVID LETTERMAN wieder unter Beweis stellte:





Weitere Interviews mit Frau WINTOUR gibt es von BARBARA WALTERS' "The 10 Most Fascinating People of 2006" und Morley Safer von CBS

SO WERDEN KARRIEREN GEMACHT: JULIA VON BOEHM



JULIA VON BOEHM (30) I Stylistin u.a. für VOGUE FRANCE
erzählt in der neusten Ausgabe der MYSELF/Sept 09, wie sie es in die Topliga der Modebranche schaffte.

BALLERINAS

THE SEPTEMBER ISSUE




















thefashionspot.com

Als diese Dokumentation entstand, ging es der Vogue noch gut. Es gab keine Finanzkrise, Vogue Men existierte noch. Es gab Veranstaltungen wie FASHION ROCKS und Designer wie Lacroix standen nicht vor der plötzlichen Insolvenz.

Gestern nun endlichendlich die Premiere von THE SEPTEMBER ISSUE in New York. Der Film dokumentiert die Entstehung der September Ausgabe der Vogue - der wichtigsten Vogue überhaupt im ganzen Jahr. Kurz vor den Schauen der Fashion Week und dem Start in das "Mode" Jahr mit Beginn der H/W-Saison. Je dicker eine September-Ausgabe der Vogue, desto erfolgreicher ist sie. Dieses Jahr hofft man jedoch vergeblich auf einen dicken Walzer: viele Designer schalten keine Werbung mehr - radikaler Sparkurs.

Wer wegen der Hitze sowieso nicht schlafen konnte: per Facebook konnte man "live" beim roten Teppich dabei sein und erlebte eine äussert redefreudige Anna Wintour in - natürlich - Prada. Den Teufel hat sie wohl gestern zu Hause gelassen.


Warum man nun 2 Jahre brauchte, diese Dokumentation fertig zu stellen, ob es wirklich die grosse Abschiedsshow der ANNA WINTOUR ist, und ob dieser Film der wackelnden Modewelt wieder neuen Auftrieb gibt, bleibt abzuwarten.
Ob und wann der Film nach Deutschland kommt ist eben so ungewiss.


Parallel zum Film ging auch die Webseite online:
www.theseptemberissue.com/

HILFE, DIE WELT WILL WAS VON UNS

"Sie sind ängstlich, lieb und unfähig, Verantwortung zu übernehmen - was ist bloß mit der Generation der 25-Jährigen los? Acht Thesen einer Betroffenen."
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG MAGAZIN Heft 33/2009

Schon lange nichts mehr so Wahres gelesen. Hinter jeden der 8 Punkte könnte ich mein Häkchen setzen und murmeln: "Mir nich unbekannt."


http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/30321

YOUNG EURO CLASSIC



























Gestern im wunderschönen Konzerthaus am Gendarmenmarkt: das tschechische Jugendorchester im Rahmen der YOUNG EURO CLASSICS. Im Gepäck hatten sie neben einer Uraufführung und Werken von Janacek und Suk eins meiner liebsten Stücke von Antonin DVORAK: das Violoncellokonzert h-Moll op 104.

Die YOUNG EURO CLASSICS werden im Spätsommer jeden Jahres in Berlin veranstaltet. Jugendorchstester aus der ganzen Welt kommen für 2 Wochen nach Berlin, um sich & ihre Werke zu präsentieren. Besonders nett ist immer der ziemlich günstige Eintrittspreis. (15€)
Falls man jedoch gedacht hatte, damit v.a. junges Publikum in Klassikkonzerte zu locken, so ist das leider kräftig misslungen. Menschen unter 40 suchte man fast vergebens. Stattdessen das übliche Standart Publikum.
Schade, denn schon allein wegen den prunkvollen Kronleuchtern und der Deckenfassade lohnt sich der Besuch.

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